KI-Bedarfsanalyse und Use-Case-Priorisierung
Prototyp-DemoVom konkreten Arbeitsproblem zum bewerteten KI-Anwendungsfall. Ich habe ein Konzept mit funktionsfähigem Browser-Prototyp entwickelt, das Bedarfserfassung, Analyse, Clustering und Priorisierung verbindet.
- Rolle
- Konzeption, UX, Prompt Design, Prototyping
- Schwerpunkte
- GenAI, Prozessanalyse, Governance, Automatisierung
- Prototyp
- Lokale Browser-Anwendung ohne Cloud-Abhängigkeit
- Methoden
- Structured Output, regelbasiertes Clustering, Use-Case Assessment
Ausgangspunkt
Viele KI-Initiativen beginnen mit der Frage, wo sich KI einsetzen lässt. Dieser Use Case dreht die Perspektive um: Ausgangspunkt ist ein konkreter Bedarf aus dem Arbeitsalltag. Erst nach der strukturierten Erfassung wird geprüft, welche Lösung sinnvoll ist und ob dafür überhaupt KI nötig ist.
Wo können wir KI einsetzen?
Wo besteht ein konkreter Bedarf und welche Lösung passt dazu?
So läuft es ab
Neun Schritte führen vom Arbeitsproblem zum bewerteten Use Case. Die Abschnitte danach zeigen Beispiele und Ergebnisse.
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Erfassen
Bedarf erfassen
Mitarbeitende beschreiben ihr Arbeitsproblem in einem geführten Dialog mit 15 Fragen. Der Assistent schlägt noch keine Lösung vor.
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Strukturieren
Die Antworten werden in ein einheitliches Datenmodell überführt.
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Prüfen und freigeben
Die Person prüft und bearbeitet die Zusammenfassung und gibt den Bedarf selbst frei.
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Analysieren
Zusammenführen
Freigegebene Bedarfe aller Fachbereiche laufen im Dashboard zusammen.
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Muster erkennen
Ähnliche Herausforderungen werden zu Prozessmustern gebündelt.
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Bewerten
Ein transparenter Rahmen bewertet jeden Kandidaten, auch auf KI-Eignung und Governance-Risiko.
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Priorisieren
Die Kandidaten werden verglichen und nach Punktzahl sortiert. Die Entscheidung bleibt beim Menschen.
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Weiterentwickeln
Pilotieren
Deep Dive, Use-Case Design und ein begrenzter Pilot prüfen Wirkung, Qualität und Risiken.
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Weiterentwickeln
Auf Basis der Pilotdaten wird bewusst über Skalierung, Anpassung oder Abbruch entschieden.
Beispiel: Erfassung
Ausschnitt aus einem synthetischen Gespräch und der strukturierten Zusammenfassung, die daraus entsteht. Jeder freigegebene Bedarf folgt demselben Datenmodell, deshalb sind Bedarfe verschiedener Fachbereiche vergleichbar.
In welchem Fachbereich arbeitest du?
Redaktion
Welchen konkreten Arbeitsschritt möchtest du betrachten?
Informationen aus mehreren Quellen zusammenführen
Wie stark ist der Painpoint auf einer Skala von 1 bis 5?
4
{
"fachbereich": "Redaktion",
"prozess": "Quellen bündeln",
"haeufigkeit": "täglich",
"zeitaufwand": "45–60 Min.",
"painpoint": "4",
"systeme": "CMS, E-Mail, Teams",
"sensible_daten": "ja"
}
Das Dashboard
Freigegebene Bedarfe laufen in einem Cockpit mit drei Ansichten zusammen: Bedarfe, Muster und Priorisierung, Weiterbearbeitung. Hier die Kernansichten mit synthetischen Beispieldaten.
- Bedarfe gesamt4
- Fachbereiche4
- Ø Painpoint4,0
- Mit sensiblen Daten4
Erkannte Prozessmuster
Ähnliche Arbeitsschritte werden regelbasiert gebündelt, auch über Fachbereiche hinweg.
- Informationsaufbereitung & SyntheseInformationen aus mehreren Quellen zusammenführen1 Bedarf · 1 Bereich · Ø Pain 4,0
- Klassifikation & ÜbergabeWiederkehrende Anfragen einordnen2 Bedarfe · 2 Bereiche · Ø Pain 3,5
- Datenkonsolidierung & ReportingKennzahlen zusammenführen und aufbereiten1 Bedarf · 1 Bereich · Ø Pain 5,0
Priorisierte Use-Case-Kandidaten
Pain, Häufigkeit und Reichweite stammen aus der Erfassung. Machbarkeit, Wiederverwendbarkeit, KI-Eignung und Governance-Risiko ergänzt das Assessment. Die Bewertung ist Entscheidungshilfe und keine automatische Freigabe.
Woran ich einen Anwendungsfall messe
- Painpoint
- Häufigkeit
- Reichweite
- Technische Machbarkeit
- Wiederverwendbarkeit
- KI-Eignung
- Governance-Risiko
KI ist nicht immer die beste Lösung
Das Assessment soll auch das erkennen. Ein Bedarf kann gezielt in Richtung Prozessoptimierung oder klassische Automatisierung weitergeführt werden. Im Prototyp führt ein niedriger KI-Fit deshalb zum Ergebnis „Automation prüfen“.
Nächste Ausbaustufe
Für eine produktive Version sieht das Konzept eine strukturierte Übergabe per API oder Webhook, eine Orchestrierung zum Beispiel mit n8n und eine zentrale Ablage der freigegebenen Bedarfe vor. Der konkrete Aufbau hängt von Systemlandschaft, Berechtigungen, Datenschutz und Governance der jeweiligen Organisation ab.
Das Ergebnis
Aus losen KI-Ideen wird ein nachvollziehbarer Prozess vom Arbeitsbedarf bis zum bewerteten Anwendungsfall. Mitarbeitende haben einen niedrigschwelligen Einstieg, die Organisation eine strukturierte Entscheidungsgrundlage.
- KI-Ideen als Freitext
- Einzelne Zurufe
- Lösungen vorweggenommen
- Ein einheitlicher Datensatz
- Vergleichbare Bedarfe
- Bewerteter Kandidat mit Begründung
Konzeptionelle Arbeitsprobe mit synthetischen Beispieldaten, entstanden ohne interne Daten, Systeme oder Prozesse eines Unternehmens.